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Kapitel 225 Großes Evangelium Johannes, Buch 6

18. Und da geschieht es eben häufig, daß solche Menschen Gesichte haben, mit Seelen im Jenseits sprechen und sich von ihnen wie persönlich belehren lassen und davon auch anderen, noch ganz naturmäßigen Menschen treue und wahre Kunde geben können. Wer ihnen glaubt, tut sicher ganz wohl daran, – nur muß er nicht auch gleich verlangen, dasselbe selbst zu erfahren; denn das kann nicht eher geschehen, als bis er die vorbeschriebene geistige Seelenreife erlangt hat.

19. Es soll sich aber ein jeder Mensch zuerst gläubig nach den empfangenen guten Lehren richten und dann acht haben auf sein Gemüt, aber auch auf die in seinem Fleische oft schlummernden bösen Leidenschaften, die sich in Trägheit, Arbeitsscheu, Wollust, Eigenliebe, Starrsinn, Hochmut, Neid, Geiz und Herrschsucht nur zu klar kundgeben. Diesen letzteren soll er durch die Macht der Liebe zu Gott und durch die Liebe zum Nächsten, durch Geduld, Demut und Sanftmut begegnen, so wird er gar nicht lange dahin haben, wo sich die guten Geister ihm fühlbarer und ersichtlicher offenbaren werden.

20. Übrigens gibt es aber schon gar keinen Menschen, bei dem es nicht einmal zugelassen worden wäre, gewisse Winke und sogar Gesichte aus dem Jenseits zu bekommen. Wenn aber der Mensch nachher das alles in den Wind schlägt und es für nichts als einen Sinnentrug betrachtet, so kann man ihm da nicht helfen. Ich meine, daß Ich deinen Anstand und Einwurf nun der ewigen Wahrheit nach vollkommen beleuchtet habe, und ein jeder muß daraus ersehen, wie sich die Sache mit dem Menschen auf dieser Erde verhält. – Hast du vielleicht dagegen noch etwas einzuwenden?“

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