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[SA 26.4] Auf der oberen Fläche dieses Kopfwürfels befindet sich ein nahe eine halbe Klafter langes kegelartiges ganz schwarzes Horn; d. h. in der Grundfarbe ganz vollkommen schwarz, auf welcher schwarzen Fläche aber sich dennoch in einer schneckenartigen Windung regelmäßig runde Scheibchen befinden, welche aber einen sehr starken metallischen Glanz haben. Um den Fuß dieses Horns ist ein längerer Haar- oder Mähnenkranz von hellblauer Farbe also angebracht, daß dieses Horn gewisserart wie eine Säule aus selbigem hervorrragt; im Hinterhaupt und gegen den hinteren Theil, der, sich an den Hals anschließt, werden diese Haare stets länger und dichter, vorwärts gegen die Stirne aber werden sie kürzer und gekrauster.

[SA 26.5] An der Vorderfläche des Kopfes sind in einer verhältnißmäßigen Vertiefung zwei im Verhältnisse zum Thiere sehr große Augen sitzend, wovon jedes einen Durchmesser von einer halben Klafter nach eurem Maße hat, d. h. bloß nur das eigentliche Auge gerechnet, denn mit der Höhlung und mit den Augenwinkeln dürfte jedes Auge wohl nahe eine ganze Klafter Durchmesser haben. Die Augendeckel sind von sehr dunkelrother Farbe, über den Augendeckeln aber sind ebenfalls, so wie bei einem Menschen verhältnißmäßig große und starke Braunen angebracht, die auch also gekraust sind, wie die Haare um das schon beschriebene Horn, namentlich auf der vorderen Stirnseite.

[SA 26.7] Dieses Thier hat auch eine überaus in’s Lange dehnbare Zunge, welche ungefähr die Eigenschaft eines Rüssels hat, und kann daher das Thier mit dieser seiner Zunge verschiedene Sachen mächtig ergreifen und es hineinziehen in seinen Rachen. Die Wurzel des Schnabels ist ebenfalls mit gekrausten lichtblauen Haaren verbrämt, welche gegen den Hals zu mehr in’s Grünliche übergehen.

[SA 26.8] Was ist aber die gewöhnliche Farbe des Kopfes? Die gewöhnliche Farbe des Kopfes ist lichtaschfarb, und unter den Augen wie auch auf der Stirne mit drei übereinander stehenden Kreisen von hochrother Farbe geziert. Was die anderen Hauptflächen betrifft, so sind nur die beiden mit den Ohren versehenen Seitenflächen sichtbar, und sind ebenfalls von aschgrauer Farbe, aber ohne weitere Verzierung; die hintere Fläche aber ist schon, wie ihr wißt, von der oberen Fläche angefangen mit langen Haaren verziert, deren blaue Farbe immer lebhafter wird, je mehr sie sich dem Halse nähert. - Der Hals ist verhältnißmäßig stark, und bis zum Kopfe gerade so lang, als der hintere Leib, d. h. von den Schultern der Vorderfüße angefangen bis zum Schweif hin, und ist durchaus mit reichlichen Mähnen von leuchtend blauer Farbe bedeckt. Also sieht unser Thier aus. -

[SA 28.10] Was hat es denn für eine Farbe? Am Bauche ist es hellblau; durch die Mitte des Bauches der Länge nach aber zieht sich ein dunkler, ziemlich breiter Streifen. Der Rücken aber ist von hellrother Farbe mit kleinen zebraartigen gelben Streifen durchzogen. Die Füße sind pomeranzengelb von da angefangen, wo sie den Leib verlassen, die Hufe aber sind ganz vollkommen schwarz, die Haare des Leibes sind im Verhältnisse durchaus sehr kurz; darum auch schon einige Saturnusbewohner der Meinung waren, als sei dieses Thier ganz nackt. Nur durch einige gefangene Exemplare wurden sie erst eines Andern belehrt.

[SA 30.13] Also wüßten wir auch in aller Kürze, wie die Saturnusbewohner ihre Milch genießen. - Demnach bleibt uns nichts mehr übrig, als allein nur noch, was diese Kuh für eine Farbe hat. Der Leib dieser Kuh ist bis zur unteren Bauchgegend, welche vollkommen weiß ist, blaugrau; die Füße aber, da sie den Leib verlassen, gehen nach und nach in’s Dunkelblaue über, sowohl die vorderen, als auch die hinteren. - Der Schweif dieses Thieres ist ebenfalls dunkler, als der Leib, und ist an seinem Ende mit einem überaus starken zinnoberrothen Mähnenbusche verziert; der Hals ist im Verhältnisse zu dem Thiere mehr schlank, denn massiv, und ist vom Kopfe angefangen bis zu den Vorderfüßen nach jeder Seite hin mit so starken und langen ebenfalls zinnoberrothen Mähnen behangen, daß davon ein Haar nicht selten bei 500 Klaftern lang ist. Also ist auch der Kopf im Verhältnisse zu dem übrigen Leibe des Thieres mehr klein und hornlos. Das Männlein aber hat wohl zwei aufrechtstehende kleine Hörner, die nach rückwärts gebogen sind, wie bei einer Gemse bei euch.

[SA 32.9] Nur was die Haut betrifft, so ist diese auch bei diesen Saturnus-Orang-Utangs bis auf die Handflächen und bis auf einen kleinen Theil des Gesichtes dicht mit Haaren besetzt; nur sind die Hände und die Füße in der Regel bedeutend schlanker und somit weniger fleischig, denn bei den Menschen, welche sammt und sämmtlich sehr vollkommen und wohlgebildet sind, und auch durchaus bis auf das Haupt und auf die Geschlechtstheile vollkommen ohne Haare, und was deren Farbe betrifft, so ist selbe nicht selten blendend weiß, nur hie und da in den Ebenen etwas in’s leise Braunröthliche übergehend, während die Farbe der Haare dieses Thieres entweder lichtblau, hie und da aber auch mitunter graulicht ist; die haarlosen Theile dieses Thieres aber sind allzeit von blaßrother Farbe.

[SA 33.3] Ist im Saturnus auch nur Ein Menschenpaar, oder sind etwa zu gleicher Zeit an verschiedenen Orten mehrere Menschenpaare erschaffen worden? - Solches gilt für alle Planeten also, wie für den Planeten Erde; und sonach stammen alle die jetzt noch im Saturnus lebenden Menschen von Einem Menschenpaare ab; nur ist die Geschichte des Menschen im Saturnus um mehr denn eine Million von Erdjahren länger, als die Geschichte des Menschen auf eurem Erdkörper.

[SA 33.13] Diese Häuser sind unterschiedlich gebaut; zum Theile sind dieselben gezimmert aus den starken Aesten des euch schon bekannten starken Pyramidenbaumes, zum Theil sind sie auch gewachsen aus den schlanken Baumgattungen. Die gewachsenen oder lebendigen sind vorzüglicher, denn die gezimmerten, jedoch werden zwischen den lebendigen auch gezimmerte Häuser gesetzt, weil sie für’s Erste den Saturnusbewohnern für Vorrathskammern ihrer Eßwaaren dienen müssen.

[SA 33.17] Also wüßten wir, wie diese Häuser gebaut sind; nun geht uns nur noch die Form und die Größe ab. Was die Form betrifft, so sind diese Häuser gewöhnlich sternartig gebaut, ungefähr also, wie ihr nicht selten eine sogenannte Windrose zeichnet, manchesmal mit 8, manchesmal mit 16 und manchesmal mit 32 spitzigen Ausläufen, - von denen eine jede solche Sternspitze ein eigenes Behältniß für ihre Speisewaaren und Getränke abgiebt. In der Mitte des runden und weiten Raumes aber ist ein runder Herd errichtet, auf welchem daselbst gefeuert wird. Daß ein solcher Herd zu der Größe der Saturnusbewohner im Verhältnisse erbaut ist, versteht sich von selbst; wie groß ist denn demnach ein solches gezimmertes Sternhaus?

[SA 36.14] Es giebt daselbst keine Wechselbuden und auch nirgends Zollämter; auch giebt es keine Waarentaxirer und Waarenbeschauer; und der Wucher ist jedem Saturnusmenschen fremd, namentlich vorzugsweise den Gebirgsbewohnern.

[SA 37.2] Da wir schon sowohl bei der Darstellung des Pflanzenreiches, wie bei der Darstellung des Thierreiches gesehen haben, daß es im Saturnus Pflanzen giebt, die eine Art sehr langer Haare, namentlich aus ihren Blüthen und auch Blättern von sich treiben, und haben gesehen, daß sehr viele Thiere außerordentlich wollereich sind, und haben manche bedeutend reichliche und lange Mähnen, so ist es auch andrerseits sicher klar, daß dieses alles von den Saturnusmenschen wohl benützt wird.

[SA 38.8] Die Stirne des Kopfes ist mittelhoch, und blendend weiß; die Nase ist gerade, erhaben sanft und weich in allen Theilen; die Augen sind zumeist ausgezeichnet groß; die Pupille blendend schwarz; der Regenbogenring vollkommen himmelblau; das Uebrige des Augapfels aber überaus weiß; die Augenbraunen sind bei jedem Weibe stark und von dunkelgoldblonder Farbe; die Haare des Kopfes sind überaus weich und nicht selten über das Knie reichend, von gleicher Farbe wie die Augenbraunen; der Mund ist im Verhältnisse klein; die Lippen carminroth, hinter welchen die schönsten Perlzähne sowohl den Unter- wie den Oberkiefer zieren. Das Kinn ragt ein wenig hervor, und ist sammt den Wangen gefärbt; die Ohren sind ebenfalls im Verhältnisse zum Kopfe mehr klein denn groß zu nennen, und sind ebenfalls ein wenig gefärbt.

[SA 38.12] So ihr aber bedenket, daß in diesem Planeten die Zeugung des Menschen nicht auf die Weise wie bei euch vor sich geht, so wird euch auch das Verhältniß gar bald gerecht vorkommen. Da wir die Zeugung berührt haben, so wollen wir, bevor wir mit der Gestalt des Mannes weiterfahren, sogleich ein paar Worte darüber sagen.

[SA 38.23] Das Kinn aber ist mit einem vollkommen verhältnißmäßig großen Barte bewachsen, und der Kopf mit bis auf den halben Leib herabhängenden, wohlgelockten, zu allermeist lichtblonden Haaren; wobei noch zu bemerken ist, daß der Bart und ganz besonders die Augenbraunen stets etwas dunkler sind, als wie die Kopfhaare.

[SA 40.2] Damit aber dieses wichtige Gebot allzeit beobachtet wird, so wird solches schon den Kindern also eingeprägt, daß sie sehr klein sind, und daß alle diese weltliche Größe vor dem großen Geiste als ein baares Nichts erscheint; demnach getraut sich auch kein Patriarch oder Aeltester, und also auch noch viel weniger ein anderes Familienglied irgend etwas Großes von sich zu denken.

[SA 40.26] Wie dieser bei solcher Gelegenheit mit verhülltem Angesichte erscheint, beheißet der Aelteste das Brautpaar sich aufzurichten. Ist solches geschehen, so stellt der Aelteste ihnen die ehelichen Pflichten vor in einer guten Rede, welche ihrem Inhalte nach gewöhnlich in der Darstellung aller derjenigen Hausregeln besteht, die wir bis jetzt schon haben kennen gelernt, und noch einige werden kennen lernen.

[SA 40.28] Nach dieser Ceremonie aber tritt der Aelteste zur Seite, der Geist enthüllt sein Angesicht, segnet dann das Brautpaar, und geht dann auf sie zu, und trennt ihre Hände auseinander. Solches aber bedeutet, daß nur der Tod, oder die Scheidung des Geistes vom Leibe, das Ehepaar gültig zu scheiden vermag.

[SA 41.5] Manchesmal geschieht es aber, daß die Thal- und Ebenenbewohner bloß der schönen Aussicht halber hohe Gebirge bereisen. Wenn dann solche Gebirgs-Lustwandler an eine oder die andere Gebirgsfamilie stoßen, so werden sie zwar von derselben angehalten und liebernstlich befragt, welche Absicht sie auf die Höhe geführt hatte. Wenn sie dann gewöhnlich sehr höflicher Weise kundgeben, daß sie Willens seien, diese oder jene höchste Gebirgskuppe der schönen Aussicht halber zu besteigen, so wird ihnen vom Aeltesten für’s Erste kundgegeben, welche Gefahren sie zu bestehen haben würden, ob eine oder die andere Gebirgskuppe wohl geheuer zu besteigen ist. Ist eine solche Gebirgskuppe unersteigbar, so werden die Lustwandelnwollenden davon liebreichst abgehalten, und wird ihnen Alles auf ein Haar kundgegeben, welche Gefahren sie zu bestehen haben würden, so sie nicht abständen von ihrem Vorhaben, worauf denn auch solche Gebirgsbesteiger sobald abstehen von ihrem Vorhaben, und kehren somit unverrichteter Dinge wieder nach Hause.

[SA 49.7] Hätte z. B. der innere Ring bei seinem viel größeren Durchmesser eine so schnelle Bewegung, wie der Planet selbst, so würde ihn diese Schnelligkeit ja offenbar zerreißen zufolge der Mittelpunktfliehkraft. Hätte der zweite Ring in seiner Bewegung die Schnelligkeit des ersten, oder gar die des Planeten, so würde ihn ebenfalls das Zerreißen treffen, und um so mehr den äußeren und größten. Also aber ist die Bewegung auf ein Haar abgewogen, bei welcher jeder Ring sich schnell genug bewegt, damit von ihm kein Theil zufolge der beständigen Wurfkraft in den Planeten herabstürzen kann; und dennoch ist die Bewegung eines jeden Ringes wieder in der gerechten Mäßigung, der zufolge kein Theil weder des einen noch des andern Ringes nach außen hinausgeschleudert werden kann, indem durch ebendiese gerecht gemäßigte Bewegung die Wurfkraft mit der jedem Ringe eigenthümlichen Anziehungskraft im beständig gerechtem Verhältnisse bleibt.

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