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Kapitel 21 Die drei Tage im Tempel

19. Zudem aber bist du noch in einer großen Irre, so du meinst, dass Geist und Seele eines und dasselbe sind. Die Seele bei den Menschen ist ein geistiges Produkt aus der Materie, weil in der Materie eben nur ein gerichtetes Geistiges für die Löse rastet, der reine Geist aber ist niemals gerichtet gewesen, und es hat ein jeder Mensch seinen von Gott ihm zugeteilten, der alles beim werdenden Menschen besorgt, tut und leitet, aber mit der eigentlichen Seele sich erst dann in eins verbindet, so diese aus ihrem eigenen Wollen vollkommen in die erkannte Ordnung Gottes übergegangen und somit selbst vollends rein geistig geworden ist.

20. Dass aber bei dir dieser Übergang noch lange nicht stattgefunden hat, hast du soeben dadurch gezeigt, dass du von deinem eigenen Geist, ohne den du nicht einen Augenblick lang leben könntest, noch nie eine Idee gefasst hast!

21. Ich aber kenne Meinen Geist und bin schon lange eins mit ihm und kann darum auch aller Natur gebieten, weil der Geist wahrhaft ein Gottesgeist ist und ewig nie ein anderer sein kann, weil es außer Gott keinen Geist geben kann, der nicht Gottes Geist wäre. Denke du und alle nun darüber ein wenig nach, und findet euch darinnen zurecht, dann erst gehen wir auf die auf Mich nicht passen sollenden Texte über.

22. Dir, Oberpriester, aber rate Ich, dass du dich gegen Mich in den Schranken der gerechten Mäßigung erhaltest, sonst könntest du bald die Kraft Meines Gottesgeistes wider dich zu sehr gereizt haben! Was Ich vermag, hast du schon gestern erfahren – darum weißt du nun auch schon, was dir bevorsteht, wenn du hier deine Grenzen überschreitest! Denn Ich habe ein teuer erkauftes Recht, zu reden in Sachen Jehovas, das da vor allem bedungen ward. Es ist aber schon schlecht genug, dass man sich bei euch sein wollenden Dienern Jehovas ein Rederecht, nach Stunden bemessen, erkaufen muss; und noch schlechter müsste es dann sein, so man noch obendrauf von dem erkauften Recht nicht den bedungenen Gebrauch machen dürfte!“

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