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Kapitel 3 Die Fliege

1. Was wir somit bis jetzt haben von der Fliege kennen gelernt, ist doch sicher wunderbar, ja überaus wunderbar; aber eines der viel größeren Wunder dieses Thierchens liegt in seiner Bestimmung, und mit dieser auch in der Art und Weise, wie es seiner Bestimmung entspricht.

2. Wie vielfach aber ist die Bestimmung dieses Thierchens? Kann sie wohl einfach sein? und so sie es wäre, wie wenig wäre das? Kann sie vielfach sein?

3. Es gibt in der ganzen Schöpfung nirgends ein Ding, das da mehr als zwei Polaritäten hätte, nämlich eine bejahende und eine verneinende; und so gibt es auch nur ein Oberes und ein Unteres, welches sich einander gegenübersteht; denn das Mittlere ist nichts denn eine Verbindung des Obern und Untern; und also gibt es auch ein Äußeres und ein Inneres, ein Materielles und ein Geistiges, ein Gutes und ein Böses, ein Wahres und ein Falsches.

4. Wenn demnach von dem Zwecke des Daseins eines Wesens die Rede ist, so kann dieser sich auf nirgend anderswohin erstrecken, als nur auf eine dieser zwei Polaritäten. Und so lasset uns denn sehen, für was Alles die Fliege taugt. —

5. Nehmen wir einmal den äußeren Pol.

6. Es muß euch ja auffallen, warum zur Winterszeit nur wunderselten irgend ein solches Thierchen zu ersehen ist, während doch zur warmen Sommerszeit alles schwirrt und wimmelt von derlei kleinen beflügelten Bewohnern der Luft.

7. Sehet, Meine lieben Kindlein, wir werden jetzt sogleich wieder ein Wunder unserem Thierchen entlocken.

8. Wie die Fliege also voll Härchen und Spitzchen ist, haben wir schon bei der Entdeckung des ersten Wunders gesehen, da Ich euch ihr Gehen erläuterte. Allein das ist nicht die einzige Ursache, darum dieses Thierchen so behaart und bestachelt ist. Ihr werdet sobald erfahren, wozu jedem dieser Thierchen auch ein Flügelpaar zum Fliegen verliehen ist.

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