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Kapitel 241 Großes Evangelium Johannes, Buch 6

3. Natürlich, so ich nicht weiß und sehe, wo irgend einem Menschen aus seinen Handlungen eine Gefahr droht, so habe ich auch kein Gefühl für ihn und kann ihm auch nicht helfen; aber wo ich sehe, weiß und fühle, da darf ich einen noch so dummen und eigensinnigen Menschen nicht dem Verderben nach seinem eigenen Willen preisgeben, und es kann einem fühlenden Gemüte nicht einerlei sein, ob unter tausend Menschen neunhundertneunundneunzig verlorengehen oder nicht. Und ich kann darum alle jene nur loben, denen es hart und traurig zumute wird, so sie einsehen, daß gar so ungeheuer viele so gut wie für ewig verloren sind, und ich finde es nun auch ganz natürlich, daß diese edel fühlenden Menschen sich also vor dem Herrn ausgesprochen haben. Denn von Ihm kann man denn doch mit der größten Zuversicht erwarten, daß Er uns auch in dieser Beziehung einen rechten Aufschluß, wenn auch in irgendeinem Bilde, geben wird. – Herr, habe ich recht geurteilt oder nicht?“

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