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Kapitel 123 Die Geistige Sonne, Buch 2

5. Ich zeigte euch, um euch davon zu überzeugen, ein Gleichnis, in welchem ihr ein sogenanntes Diorama beschautet. Diesem Gleichnisse gleich führte Ich dann vor euch nach einer gewissen Ordnung die hier noch anwesenden zehn Geister und zeigte euch dabei an, wie ihr allda ebenfalls ein geistiges Diorama treffen und in der Sphäre eines jeden Geistes ein anderes Bild der geistigen Welt zur Beschauung bekommen werdet.

6. Solches war auch der Fall, wie ihr euch bisher nun zehnfach überzeugt habt, indem ihr in der Sphäre eines jeden dieser zehn Engelsgeister allezeit die geistige Welt in einer ganz anderen Form schautet. Das ist nun mehr als sonnenklar vor euch; und Ich habe euch noch hinzugesagt, daß ihr dieses geistige Diorama in ebendenselben Geistern wiederholtermaßen durchgehen könnet und ihr die geistige Welt wieder in einer ganz anderen Form erschauet.

7. Also dürftet ihr auch in die Sphären noch anderer Geister treten, und ihr würdet in einer jeden solchen Sphäre wieder eine ganz andere Form der geistigen Welt sowohl in ihren einzelnen Verhältnissen wie in ihrem Gesamtbestande erblicken. Darnach aber betrachtet, kann Ich euch auf eure Frage auch keine allgemein bestimmte Antwort geben, außer daß Ich euch sage, es verhält sich hier in allem also: Wie der Same, so die Frucht, wie die Werke, so der Lohn, und wie die Liebe als Grund der Werke, also die Form der Welt, die sie geistig in sich erschafft.

8. Ihr habt zwar verschiedene Formen geschaut, aber dennoch überall eine und dieselbe Wahrheit. Denn an der Form liegt nichts, sondern alles nur an der Wahrheit.

9. Und so wollte Ich euch nicht etwa zeigen, wie der Himmel, die geistige Welt oder die Hölle aussehen, sondern nur, wie sich dieses alles nach der Art der Liebe in eines jeden Menschen Geiste ausbildet. –

10. Aus dem Grunde habt ihr im überreichen Maße tausenderlei Formen geschaut, und bei jeder Form ward euch die innere Wahrheit kundgetan. Und somit kann Ich euch sagen, daß ihr in der Sphäre der Wahrheit den ganzen Umfang des geistigen Lebens gesehen habt.

11. Was aber natürlich die Formen betrifft, so gehen diese so sehr in das Unendliche, daß ihr sie in Ewigkeiten der Ewigkeiten nicht im geringsten Teile werdet völlig erschauen können! – Und so könnet ihr damit vollkommen ruhigen Gemüts in der Fülle der Wahrheit zufrieden sein; besonders wenn Ich euch noch hinzusage, daß, solange diese Erde von Menschen bewohnt wird, die geistigen Lebensverhältnisse noch nie so umfassend und völlig enthüllt kundgegeben wurden wie dieses Mal.

12. Was immer da jemand sucht, in was immer für einem Verhältnisse er sich befindet, er kann in dieser Offenbarung auf ein Atom genau finden, wie es mit ihm steht.

13. Wer dieses alles mit tiefer Aufmerksamkeit und großer Andacht lesen wird, der wird die große überzeugende Wahrheit nicht nur in dieser Sonnen-Offenbarung, sondern lebendig in sich selbst finden.

14. Damit aber ein jeder das alles in sich selbst als vollkommen wahr finden möge, will Ich in der noch kurzen Folge einige Gleichnisse und Bilder hinzufügen, welche alle die geheimen Winkel dieser Offenbarung erleuchten sollen. – Für heute daher Meinen Segen und damit gut! –

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