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Kapitel 401108 Himmelsgaben, Buch 1

12. Und so verhält es sich überhaupt mit einer jeden geistigen Anschauung! Nehmet nur einen Blinden und erzählt ihm von diesem und jenem Gegenstande, den ihr sehet, daß er da ist! Ist für den Blinden die Erzählung etwa eine Lüge, da er den Gegenstand eurer Erzählung nicht selbst sehen kann? – Und so können viele Dinge vorhanden und wahr sein, wenn sie auch nirgends aufgefunden werden – da neben der naturgemäßigen Welt, ja sogar in derselben eine noch bei weitem größere Geisterwelt besteht. – Wer möchte z.B. wohl behaupten, daß die Hölle eine Lüge sei, da sie doch nur aus lauter Lüge besteht? Oder wer möchte behaupten, es gebe darum keinen Himmel, weil er dem Auge des Forschers nicht ersichtlich ist?

13. So ist demnach das Sein und Nichtsein und Doch-Sein keine Lüge! Denn ein materielles Sein ist kein geistiges Sein, wie das geistige kein materielles – und doch ist das materielle durch das geistige, wie auch wieder umgekehrt das geistige durch das materielle bedingt.

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