Help

jakob-lorber.cc

Kapitel 1 Der Laodizenerbrief

Erstes Kapitel

1. Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen und durch die Gnade Gottes, und der Bruder Timotheus;

2. der heiligen Gemeinde von Laodizea und allen den gläubigen Brüdern in Jesu Christo in ihr, und den Weisen im Geist Gottes. Gnade sei mit euch, und der wahre Friede von Gott, unserem Vater, in dem Herrn Jesu Christo.

3. Wir danken und loben und preisen aber allzeit Gott, den Vater unseres Herrn Jesu Christi, und tragen große Sorge um euch, und beten allzeit für euch zu Gott!

4. Denn wir haben vernommen durch des Herrn Geist, und durch den Bruder Epaphras, und durch Nymphas, dass ihr in manchen Stücken abgefallen seid

5. und habt euch erwählt einen Bischof und eine Geistlichkeit, und wolltet machen aus Christo einen Götzen; und habt euch bestimmt ein Haus, einen Tag, und verbrämte Kleider

6. also, wie es war zum Teil unter den Heiden, und unter den Juden, da noch die Beschneidung des Fleisches galt vor Gott, die Er angeordnet hatte unter dem Vater Abraham zum Vorzeichen der lebendigen Beschneidung des Geistes durch Jesum Christum in euch.

7. Das aber lasse ich euch nun wissen, auf dass ihr erfahrt, welch einen Kampf ich nun zu leiden habe um euretwillen, die ihr gesehen und nicht gesehen habt das Fleisch meiner Person;

8. und auf dass ihr kräftig ermahnt werdet in eurem Herzen, und dann zusammennehmen möchtet eure Liebe, in welcher ist aller Reichtum des gewissen Verstandes, um zu erkennen das große Geheimnis Gottes, des Vaters, in Seinem Sohne Jesu Christo;

9. in dem aber verborgen sind alle Schätze der Weisheit und der lebendigen Erkenntnis im Geiste.

10. Ich aber vermahne euch darum, auf dass euch niemand verführe durch vernünftige und geschmückte Reden, und durch die Philosophie der Heiden.

11. Denn Vernunft ist auch den Tieren eigen, wie die Philosophie den Heiden, welche den toten Götzen opfern!

12. Ihr aber seid erkauft durch den Tod des Einen zum ewigen Leben in Gott dem Vater; wie möget ihr da euer Herz, das da eine Wohnstätte des heiligen Geistes geworden ist, wieder dem Geist der Toten weihen?!

13. Bin ich auch nicht bei euch im Fleisch, so bin ich aber doch stets bei euch im Geist, durch die Macht Christi in mir, und sehe euren Glauben und eure Werke;

14. und will euch darum ernstlich vermahnen, und zeigen, wie so manche von euch lieben Brüdern in eine große Torheit verfallen sind; denn ihre Scheingründe kenne ich und weiß, was sie wollen.

15. Also aber sei es, dass ihr Jesum Christum halten sollt, wie ihr Ihn von mir überkommen und angenommen habt, und sollt also wandeln nach dem Evangelium, das ich euch getreu gepredigt habe,

16. und sollt im selben feste Wurzeln fassen, und fest sein im Glauben, also, wie ich es euch alle gelehrt habe aus dem Geist unseres Herrn Jesu Christi, des lebendigen Sohn Gottes, der da herrscht zur Rechten des Vaters von Ewigkeit.

Kapitel 1 Mobile Ansicht Impressum