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Kapitel 2 Der Laodizenerbrief

28. Denn der Herr hat keine Freude am Fasten des Magens; wohl aber an dem des Herzens; im Herzen aber fastet Tag und Nacht, so werdet ihr fasten im Geist und in der Wahrheit.

29. Wie aber ihr fasten möchtet nach der gleisnerischen Lehre dessen, der vor euch tut, als wäre er nur mehr mit einem Fuß auf der Erde, alles andere aber schon im Himmel, also fasten auch alle Heiden, die da essen an ihren Fasttagen die feinsten Leckereien und sind dann geiler darauf denn an einem Gemeintag, da sie ihre tägliche Kost haben.

30. Da ihr aber nun mit Christo auferstanden seid, was kümmert euch denn, was da unten auf der Welt ist, und was sucht ihr den Satzungen der Welt zu genügen, die da ein Werk der Menschen sind?

31. Sucht, was droben ist, da Christus sitzt zur Rechten des Vaters, – das wird sich besser ziemen für euch denn all die gänzlich wertlosen Torheiten der Welt!

32. Seid ihr erweckt worden im Geist und auferstanden mit Christo, da seid ihr ja von oben, aber nicht von unten her; also sucht denn auch, was droben, aber nicht, was da unten auf der Erde ist!

33. Denn ihr seid gestorben der Welt, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott!

34. Wenn aber Christus, der nun euer Leben ist, Sich offenbaren wird, dann werdet auch ihr offenbar werden mit Ihm in der Herrlichkeit!

35. Tötet daher von neuem eure Welt, die in vielen Gliedern auf der Erde ist, wie eures Leibes Glieder, und ihr mit ihnen getrieben habt und nun wieder treiben möchtet Hurerei, Unlauterkeit, schändliche Brunst, böse Lust, Habsucht, Neid und Geiz; in allem dem aber da allzeit besteht die wahrhaftige Abgötterei der Heiden.

36. Und meidet vor allem die Lüge, denn sie ist der nächste Abkömmling des Satans! Zieht den alten Menschen aus und den neuen in Christo an, der da erneuert wird zur Erkenntnis Dessen, und das nach Des Ebenmaß, der ihn erschaffen hat.

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