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Kapitel 191 Robert Blum, Buch 2

13. Spricht hinzu die Helena: „Freunde! wahrlich wahr, es gehört viel dazu, um in das Himmelreich Gottes eingehen zu können. Wenn man auch schon, wie ich selbst, in der allerwahrsten Glühhitze der reinsten Liebe dem Herrn Selbst an der heiligen Brust gelegen hat, und da als ein Säugling gesogen die Gnadenmilch des Lebens, so nützt das aber dennoch, wie es hier ersichtlich ist, eben nicht gar viel; denn kommt man dann vor die eigentliche Hauptpforte des Himmelreichs, so findet man diese ebenso gut verschlossen, als Einer, der etwa in geradester Linie von unten hergekommen. Es ist wahrlich höchst sonderbar; mich schenirt nun hier nichts, als dieß herrlichste Strahlengewand; wenn ich so ein ganz ordinäres Bauernkleid statt diesem strahlenden hätte, so würde mich diese Verweigerung des Eintrittes in das eigentliche Himmelreich beiweitem weniger scheniren. Der Sauhalter muß auch als solcher bekleidet sein, sonst wird ihm entweder sein Amt, oder er ihm selbst zu einem – Ueberdrusse werden. Wahrlich wahr, bei dieser Geschichte könnte man auf den Herrn ordentlich ungehalten werden. Früher Milch und Honig von bester Qualität, und nun eine tinctura amara darauf, und an der Stelle des Himmelsbrodes, das man ehedem schon im wahren Uebermaße genossen, kommt nun eine Hafergrütze, Prosit Mahlzeit! No, gespührest du so was, Robert!? Das wird eine sonderbare himmlische Süßigkeit abgeben. Aber wenn ich arme Närrin nur dieses dummen Kleides loswerden könnte. Mich schenirts nun schon ganz entsetzlich! Gefällt, mein geliebtester Robert, dir noch dein uranisches Sternengewand?“

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