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Kapitel 191 Robert Blum, Buch 2

15. Spricht Kado: „Meine liebsten Freunde, ihr redet mir aus dem Herzen; das muß auch Christus als Gott und Herr der Unendlichkeit tief, gewollt und gefühlt haben, da Er so oft gegen die Kleiderpracht so sehr geeifert hat, und trägt auch als Herr der Unendlichkeit hier im Reiche alles Lichtes wahrlich das lichtloseste ganz allereinfachste Kleid. Ich bin selbst ein größter Feind von jeder Kleiderpracht, mag sie nun auf der Welt materiell, oder hier im Reiche des Geistes geistig sein. Wahrscheinlich sind die Prachtgewande in den Himmeln, mit denen die weisen Engel angethan sind, jene Flecken an ihnen, die das reinste Gottesauge an ihnen ersieht. Denn es heißt irgendwo in der Schrift: Auch an den Engeln erschauet Dein Auge, o Herr, Mängel! Daher gebe ich euch ganz recht, daß ihr euer für hier unpassendes, prachtvollstes Himmelsgewand verabscheuet; aber wo nun ein anderes hernehmen? Daher behaltet es, so lange kein anderes zu bekommen sein wird. Sehen kann uns offenbar doch kein Vierter, weil er nicht da ist; wir drei aber wissen es ja, was wir davon zu halten haben. Deßhalb sollen euch diese strahlenden Himmelsfetzen auch gar nicht scheniren, haben sie nur vorerst in euren Augen keinen Werth, dann ist alles wohl gut und recht; denn in meinen Augen hat solch ein selbst himmlischer Flitter nie einen Werth gehabt. Aber was werden wir nun vor dem Oeffnen der Pforte beginnen? werden wir zu bitten, zu suchen, und zu pochen beginnen?“

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