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Kapitel 153 Robert Blum, Buch 2

Des heiligen Lebensmeisters Belehrung. Beispiel vom Prozeß der Metall- und Glasgewinnung. „Satan!“ – Stammvater der Materie, und Keimboden der Erdmenschenseelen. Wer bedarf der Erlösung?

(Am 26. Dez. 1849)

5. So du ein Paar Ohren zu hören hast, so höre! Der Satan ist als ein ursprünglicher Geistmensch geschaffen worden. Als er aber durch ein Gesetz seine volle Freiheit erkennen und annehmen hätte sollen, da ward er unwillig, und fiel durch die Verachtung des Gesetzes, und somit auch durch die Verachtung Gottes. Da er aber gleich dem Adam ein Urvater der ferneren Menschen für die Ewigkeit hätte werden sollen, so trug er auch gleich einem Samenkorn zahllose Eonen von künftigen Menschen in sich, und riß sich sogestaltet von Mir, seinem Schöpfer los; und die Folge davon war die materielle Schöpfung aller Welten, welche da ist ein nothwendiges Gericht. Er ganz allein für sich kann wohl noch lange bleiben, was er ist; aber die zahllosen Keime der Menschen werden ihm genommen, auf dem freilich harten Wege durch die Materie. Diese Keime aber gehen aus seinem gesamten Wesen hervor, bald aus seinen Haaren, bald aus seinem Haupte, bald aus seinem Halse, seiner Zunge, seinen Zähnen, seiner Brust, aus seinen Eingewaiden, aus seiner Haut, seinen Händen und Füßen. Und siehe, je nachdem die jeweilige Menschheit aus des gefallenen Satans einem oder dem andern Theile hervorgehet, also muß sie auch entsprechend behandelt und geführet werden, um die Stufe der wahren Vollendung zu erreichen.

6. Wenn man das weiß, dann erst kann man mit Grund gegen Mich auftreten, und fragen: Herr, warum hilfst Du den Elenden nicht, und lässest sie verschmachten und zu Grunde gehen? Sieh, Ich lasse Niemanden verschmachten und zu Grunde gehen, selbst den Satan und die barsten Teufel nicht; aber so lassen kann Ich sie nicht, als wie sie – wider alle Meine Ordnung, von der die Erhaltung aller Dinge abhängt, es in ihrer eigensüchtigsten Blindheit wollen; sondern Ich allein muß auf jede mögliche ordnungsmäßige Weise sorgen, daß sie Alle am Ende doch jenes Ziel erreichen müssen, das ihnen von Meiner Ordnung von Ewigkeit her gestellet ist.

7. Meinst du aber etwa, daß da in diesen Gräbern lauter armes Proletariat, das gewisserart wegen seiner Armuth zu sündigen genöthiget ist, im Gerichte gefangen rastet? O, wenn du sowas meinest, da bist du in großer Irre! Sieh, die da unten sind lauter Großstämmler; – lauter Wesen, die in den verschiedensten Dingen wohl unterrichtet waren; aber da sie alles, was sie kannten und hatten, nur zum Vortheile ihres Hochmuthes, ihrer harten Unversöhnlichkeit, ihrer fleischlichen Wohllust, ihres Neides und Geizes verwendet haben, und somit ihre Seele zu sehr vermateriesiret, so stecken sie nun auch in denselben Gräbern des Gerichtes, das sie sich selbst bereitet haben.

8. Dort hinter dem Grabmale wirst du eine Oeffnung entdecken. Gehe hin, und sehe hinein und sage Mir, was du siehst. Dann erst wollen wir weiter diese Sache miteinander erörtern!“

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