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Kapitel 161 Robert Blum, Buch 2

6. Als Robert nun also mit dem Kleide der Unsterblichkeit angethan vor Mir stehet, frage Ich ihn, sagend: „Nun, Freund und Bruder Robert Uraniel! wie gefällt dir dieses Gewand? und wie kommt dir überhaupt diese Verwandlung vor?“ – Spr. Rob. Uraniel: „Herr, Du alleiniger der höchsten und reinsten Liebe vollster heiliger Vater! Ich habe es dann und wann schon auf der Erde freilich nur ganz dumpf empfunden, daß es im Verlaufe des reinern Lebens manchmal Augenblicke giebt, die des Menschen Zunge verstummen machen; ja selbst die Gedanken stehen stille, – und können sich bei so manchen wunderbaren Begebnissen nicht um ein Haar breit weiter bewegen; und wollte man darüber auch etwas sagen, so findet man keine Worte. So es aber schon auf der gerichteten Erde solche Momente giebt, deren Außerordentlichkeit einem armen Sünder das Maul stopfen muß, um wie viel mehr muß das hier im Geisterreiche, wo so zu sagen ein außerordentliches Wunder das andere verdrängt, der Fall sein. Daher wirst du, o Herr, nun mir wohl vergeben, daß ich hier vor zu großer Freude und Liebe zu Dir nahe ganz sprachunfähig bin. Diese zu heilig erhabenste Sache ist zu plötzlich gekommen, als daß ich darüber mich sogleich fassen könnte, aber so Du, o heiligster Vater, mir eine kleine Weile zur nöthigen Fassung gönnen wolltest, so werde ich dann über alles das doch etwa ein nüchterneres Wörtchen zu Wege bringen.“

7. Rede Ich: „Nun gut, so gehe du mit diesem Engel; er wird dir nun dieses ganze Museum als wirklich wahrhaftiges Museum zeigen; am Ende aber komme wieder hierher, und sage es Allen, was alles du in diesem großen Museum gesehen und gehört haben wirst; auf daß du aber desto eher mit der Mühe fertig wirst, so sollst du an der Seite dieses Meines Engels mit einer wahrhaft geistigen Bewegung wandeln; diese Bewegung aber ist jene Schnelle, von der du auf der Welt schon oft gesprochen hast, und nanntest sie des Gedanken Flug.“ (Mich an den Engel wendend:) „Sahariel! siehe an deinen Bruder Uraniel, führe ihn durch diese Wunder seiner Seele, und zeige ihm auch seine erste Erde, von der auch du ausgegangen bist! – Es sei, und es geschehe!“

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