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Kapitel 217 Robert Blum, Buch 2

4. Ein Kaiser, ein König, ein Fürst dünkt sich wohl unter den Menschen der Höchste und der Unantastbarste zu sein; das aber liegt seinem Stande auch natürlich höchst nahe, der von ihm das zu sein auch naturgerecht und pflichtgemäß verlangt. Aber ganz anders ist es bei Diesen da unten. Das sind zumeist alte eingefleischte Hierarchen aus den finstersten Zeiten. Diese halten sich fortwährend für Wesen, denen die Gottheit Selbst gehorchen muß. Zu dieser wahnsinnigsten Idee kamen sie meist durch die Irrlehre Roms, die jeden Priester als zwei Male höher stellt als die Mutter Maria, und diese an der Macht zwei Mal über Mich Selbst, und das also, daß Ich nur durch sie zu etwas zu bewegen sei. Dazu kommen ihre Messen, in denen sie mit Mir gewisser Art machen können, was sie wollen, und dabei wie ein Papst Alexander ausrufen: Wer kann es wagen, mit mir zu rechten? Die ganze Erde, die ich trete, erbebt unter meiner Sohle, und Gott habe ich in meiner Rechten.

5. Ihr könnet aus dem leicht begreifen, wie schwer es dann ist, solche Geister zur rechten Demuth zurückzuführen, die sich selbst nicht nur als Selbst-Götter, sondern als barste Gebieter über Gott halten. Und eben solche hausen recht Viele da unten. Es wird daher recht schwer gehen, bei ihnen etwas auszurichten; vielleicht ein Paar, diese dürften etwas sanfter sein; aber die andern! Da werdet ihr alle Wunder der Hartnäckigkeit sehen! Aber ärgern dürfet ihr euch nicht, sondern euch gerade so benehmen, als ob ihr in einem Irrenhause unter lauter Irrsinnigen euch befändet. Auch sollet ihr in keine Furcht gerathen; denn sie werden auch Zeichen thun durch Fixirungen ihrer Fantasie; aber ihr müsset das alles als ein Trugwerk ansehen, das da vollends nichts ist, und keine Realität hat und haben kann. Und so denn, da ihr das wisset, wollen wir uns ganz ruhig da hinab begeben. Es sei!“

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