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[FL 9.17] Sehet, diese Schwierigkeit soll bald gehoben sein. Wenn ihr einen sogenannten Feuerstein nehmet, und streichet mit einem gehärteten Eisen darüber hinweg, so werdet ihr auch alsobald eine Menge sprühender Funken der Stelle entfahren sehen, an welcher das gehärtete Eisen den Stein bestrich. — Diese Funken waren Licht; wo haben sie denn das Leuchten hergenommen, aus dem Steine oder aus dem Eisen? oder aus beiden zugleich?

[FL 9.18] Es ist nicht nöthig, hier noch näher zu erwähnen, daß bei diesem Akte die Fünklein lediglich vom Eisen herrühren, von welchem äußerst kleine Theile durch den harten Stein abgeritzt wurden und sich dadurch entzündeten, daß die in den Poren des Eisens eingeschlossenen Lufttheilchen nicht dem durch das Streichen bewirkten Drucke ausweichen konnten, und sich daher entzündeten und die also abgelösten Eisentheilchen sobald in den Weißglühzustand versetzten.

[FL 9.20] Hier kann die Sache unmöglich mehr anders erklärt werden, als wie es euch zu wiederholten Malen kundgeben wird, daß da die Luft nichts Anderes ist, als ein materieller Leib der in ihr enthaltenen intellektuellen Geister. Die Physiker würden es zwar lieber hören, wenn Ich hier anstatt Geister — freie, ungebundene Kräfte gesetzt hätte; allein, da wir gründlich gehen wollen, so nehmen wir auch statt der Eigenschaft die mit der Eigenschaft behaftete Sache selbst, welche da ist der Geist selbst, oder nachdem wir hier nicht mit einem, sondern mit sehr vielen Geistern, zu thun haben, alsonach die Geister selbst.

[FL 9.21] Da wir nun solches festsetzen, so können wir jetzt der Sache alsogleich auf die alleruntrüglichste Spur kommen, und so vernehmet es denn: Da der Geist eine positiv-polarische Kraft ist, so strebet er fortwährend nach der allerungebundensten Freiheit, und ist im gebundenen Zustande nur so lange ruhig, bis er von der ihn umgebenden negativen Polarität, oder noch verständlicher, von seiner Hülse, keine ungewöhnliche Beeinträchtigung erfährt. Erleidet er aber von Außen her was immer für einen Druck, so wird der Geist sobald von seiner angewohnten Beengungssphäre geweckt, und gibt sein Dasein durch seine ausdehnende Bewegung zu erkennen, welches Erkennen sich dann allezeit durch das euch bekannte Phänomen des Leuchtens kundgibt.

[FL 9.29] Da aber seine äußere negative, ihn umgebende Polarität, also beschaffen ist, daß sie zwar, bis zu einem gewissen Grade wohl ausdehnbar, sonst aber dennoch unzerstörbar oder vielmehr unzerreißbar ist, so dehnt sich der freiwerdenwollende Geist in derselben zwar insoweit aus, als es thunlich ist; da er aber dessen ungeachtet nicht durchbrechen kann; so zieht er sich schnell wieder zurück, und versucht aber dann wieder mit irrig vermeinter, erneuerter Kraft, seine Hülle zu zerreißen, welchen Akt mancher Geist in einer Sekunde viele tausend Male zu wiederholen im Stande ist; – dieser Akt wird der „Grimm“ genannt, und ist begleitet mit dem stets wachsenden Zorne.

[FL 9.31] Nichts anderes, als daß die einem solchen zornergrimmten Geiste nahestehenden andern noch ruhigen Geister dieses Fieber wahrnehmen, nachdem sie an ihrer äußeren Polarität in ein ähnliches Mitfieber gesetzt werden, welche Fortpflanzung der Mitfieberung natürlicherweise um so schneller fortgesetzt werden kann, da die negativen Umhüllungen der Geister, aus denen eigentlich die Luft besteht, knapp an einander liegen.

[FL 9.32] Nun haben wir eigentlich schon das Ganze, denn eben dieses Fiebern eines solchen Geistes wird vom Auge sowohl der Thiere, als auch vorzugsweise des Menschen wahrgenommen, und diese Wahrnehmung ist eigentlich das, was ihr Leuchten“ nennet, weil das Auge also eingerichtet ist, um diese allerleisesten Schwebungen wahrzunehmen, und zwar aus dem Grunde, weil auch jegliches Auge, mehr oder weniger an und für sich selbst ist zur Hälfte geistig und zur Hälfte materiell, und hat mit dem, was da „Licht“ genannt wird, eine ganz gleiche Polarität, darum es dann auch alles ihm Verwandte aufnehmen und empfinden kann.

[FL 9.36] Was demnach die Anschauung der Gegenstände betrifft, so ist diese an und für sich nichts Anderes, als eine durch die materielle feste Form eines Gegenstandes ihr vollkommen entsprechende Verhinderung solcher uns schon bekannten Fortpflanzung, oder sie ist eine verdoppelte Rückkehr von irgend einem Gegenstande, von welchem sie einen Afterstoß erhielt, oder so ihr es leichter versteht, einen Gegenstoß.

[FL 9.38] Worin aber dieser Unterschied besteht, und wie demzufolge wir zu unserem Siege hinsichtlich unseres Thierchens gelangen werden, solle euch nächstens klärlich gezeigt werden.

[FL 10.1] Ihr werdet vielleicht schon dann und wann gehört haben, daß, je tiefer eine Gegend der Erde ist, desto dichter auch die Luft in derselben ist. Dieses ist eine ganz natürliche Folge, nachdem nicht nur die Luft, sondern alle Dinge, je näher sie strahlenförmig dem gemeinsamen Mittelpunkte rücken, auch desto dichter werden; je mehr sie sich aber von diesem Mittelpunkte entfernen, desto lockerer kommen sie auch neben einander zu stehen.

[FL 10.4] So wir nun dieses wissen, da wird es uns doch nicht schwer fallen, wenigstens in einem allgemeinen Umblicke die Erde samt der sie umgebenden Luft nach ihrem Gehalte zu erkennen, und darob mit leichtem Muthe zu sagen, das Gesamtwesen des Erdkörpers, samt der ihn umgebenden Luft, soweit hinaus auch diese reicht, ist nichts als eine Gradation der Geister, welche sich in einen solchen Planeten gesetzt hat, um den uns schon bekannten Rückweg anzutreten.

[FL 10.7] Wahrlich, eine solche Frage würde schwer sich einen Preis von fünfzig Dukaten erringen; denn für's Erste läßt sich der Äther durch kein Mikroskop betrachten, nachdem schon die viel dichtere Luft von keinem Mikroskope mehr partiell empfunden wird; aber chemisch könnten die Physiker den Äther untersuchen so sie in ihre Retorten irgend einen bekommen könnten; aber da die Region des eigentlichen Äthers erst bei einer Höhe von zwei, drei, vier, und bis gegen den Nordpol gar erst zehn deutsche Meilen hoch über der Erde beginnt, so wird es wohl allen Naturforschern etwas schwer werden, sich zum Behufe ihrer Untersuchung bei ihrem Leibesleben von dort her einen Äther zu verschaffen.

[FL 10.8] Wir aber wollen einen viel bequemeren und sicheren Weg gehen, nehmlich den des innern Vertrauens, und den Weg der wahren Liebe; auf diesem Wege steht einem Ochsen- und Schafhirten der Sirius beschaulich näher, als auf dem finstern Wege des überaus kurzsichtigen Forschens von Seiten des menschlichen Verstandes ein Regentropfen, der dem überaus mathematischen Naturforscher auf die Nase gefallen ist.

[FL 10.10] Den Äther bilden somit äußerst reine, friedliche und duldsame Geister; denn wären sie das nicht, wie schwer würden da die Weltkörper es haben auf dem Wege um die Sonne, welche da ist eine weitgedehnte Bahn, durch welche der Planet mit außerordentlicher Geschwindigkeit sich bewegen muß.

[FL 10.11] Da aber diese Äthergeister alsonach äußerst reine, friedsame und nachgiebige Geister sind, so findet an ihrem Dasein nichts irgend ein Hinderniß in seiner Bewegung; und möge das sich bewegen wollende oder sich zu bewegen genöthigte Wesen oder Ding noch so gering und unscheinbar sein.

[FL 10.21] Das (Sonnen-)Licht rührt von der geistigen Liebefreude der diesen vollkommenen Planeten umgebenden Geister her.

[FL 10.22] Sind diese Geister etwa schon vollendete Geister?

[FL 10.23] Diese Frage muß wieder geschieden werden, und zwar in sieben verschiedene Punkte, welche aber dessen ungeachtet nicht zu schwer gründlich zu verstehen sein dürften, da sie sich in der schönsten Ordnung neben einander befinden.

[FL 10.24] Diese sieben Punkte sind demnach sieben verschiedene Geistergattungen in der Sonne, welche mit einander gemeinschaftlich das große Licht der Sonne bedingen.

[FL 10.25] Wollet ihr die innere Natur dieser Geister näher erkennen, so blicket auf die sieben Gebote der Nächstenliebe, und diesen sieben Geboten zur Unterlage die drei, durch welche der Mensch sein Verhältniß zu Gott, seinem Schöpfer erkennen solle; so habet ihr dann sobald den vollendeten Cyklus des Geisterverbandes auf einem Sonnenkörper. Auch die Farben eines Regenbogens geben euch diese Ordnung zu erkennen;

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