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[FL 10.27] Aus dieser Vorerinnerung folgt nichts Anderes, als daß die Sonne ein Sammelplatz ist in ihrer innern Sphäre von siebenfachen Geistern; darunter sind solche, welche erst von der Sonne zur Prüfung hinaus in die Planeten versetzt werden, und wieder solche, welche als vollendet zurückgekehrt sind, und bildet dann die erste noch zu vollendende Klasse des Sonnenkörpers innern Gehalt; die zweite aber schon vollendete des Sonnenwesens äußere lichte Umhüllung.

[FL 10.28] Sehet, so ihr ein bisschen scharf zu sehen im Stande wäret, so wäre eigentlich der Stein des Anstoßes schon gehoben; aber da ihr noch immer von schwachen Augen und daneben auch etwas harthörig seid, so muß Ich euch schon noch hinzusetzen, daß diese Geister es sind; welche durch ihre Liebe und Wonneleben das eigentliche Leuchten der Sonne ausmachen.

[FL 10.29] Was aber die Fortpflanzung dieses Lichtes betrifft, so mache Ich euch bloß nur auf die noch zu vollendenden Geister aufmerksam, die da sich noch immerwährend von der Sonne entfernen müssen; so habt ihr ja diejenige Fortpflanzung des Lichtes auf ein Haar erläutert, davon schon bei der Bildung des Planetenknotens vorerst die Rede war und habet ihr auch hiermit das Wesen der euch schon oft erwähnten, von der Sonne ausgehenden atomischen Thierchen, durch welche die Schwingungen der schon vollendeten Geister als eine stärkende Gabe auf die Reise ihrer Vollendung mitgegeben werden.

[FL 11.1] Ihr werdet euch wohl auch fragen und sagen: „Es ist alles gut und wahr, aber was treibt denn die Geister der erstern Art, die noch unvollendet sind, hinaus von der Sonne in die weiten, endlosen Räume?“

[FL 11.2] Und Ich gebe euch darauf zur Antwort: Nichts Anderes, als Meine ewige. Ordnung, vermöge welcher diese aus der Sonne wandernden Geister zwar eine positiv-polarische Sättigung haben, aber vom Grunde aus an und für sich nur negativ sind.

[FL 11.3] Was geschieht denn aber dann, so zwei gleiche Pole sich nahe zu stehen kommen? Nichts Anderes, als daß sie sich so lange abstoßen, bis der bloß nur positiv genährte, aber doch im Grunde an und für sich nur negative Pol alles Positive hintan gegeben hat.

[FL 11.4] Nun sehet, also sind diese uns bekannten atomischen Wesen im Grunde negative Wesen, und können so lange in der Sonne bleiben, so lange sie lediglich diesen Charakter beibehalten. Nehmen sie aber allzu gierig eine Lichtsättigung aus dem positiven Polgebiete der Sonnengeister an, daß sie sich dadurch, dem Wesen des Lichtes nach, sehr wenig mehr unterscheiden von den eigentlich positiv-polarischen Geistern, welche schon vollendet sind, so werden sie dann auch sobald von den positiv-polarischen Wesen hinaus getrieben und das zwar mit einer wahrhaft geisterhaften Geschwindigkeit.

[FL 11.5] Diese also hinausgetriebenen Geister sind das eigentliche ausstrahlende Licht der Sonne, welches, wenn es auf einen Weltkörper fällt, sich, dem positiven Theile nach, demselben mittheilt, und welches alsonach das mitgenommene Licht oder vielmehr die noch fortdauernde Lieb-freude-bebung der vollkommenen Geister ist.

[FL 11.8] Wenn sonach diese schnellen Lichtträger aus der Sonne an eine Form stoßen, so nimmt die Form, je nachdem sie ihrem inneren Gehalte nach beschaffen ist, sobald die ihr zusagenden Theile an sich, und läßt das für sie Unbrauchbare wieder in der allerhöchsten Schnelligkeit nach allen Richtungen hin von sich Weggehen.

[FL 11.10] So ihr nun dieses wisset, und soviel es euch mit leiblichen Sinnen nur möglich ist, begreifet, so muß es euch ja endlich doch klar werden, daß somit Alles, was sich nur immer materiell darstellet, im Grunde dennoch nichts Materielles, sondern lauter Geistiges ist; nur könnet ihr das Geistige nicht schauen, weil ihr noch nicht in der geistigen Polarität seid; werdet ihr euch aber einmal in der geistigen Polarität befinden, alsdann wird sobald die entgegengesetzte Erscheinlichkeit eintreten, vermöge welcher ihr dann nur das Geistige schauen werdet, aber alles Materielle euch werdet müssen also hinzudenken, wie jetzt das Geistige zum Materiellen; darum es euch nun auch nicht allzu sehr Wunder nehmen muß, so ihr im Verlaufe dieser Mittheilung hie und da auf Punkte treffet, die euch nicht allzu klar werden können; denn sollen euch nun schon alle diese Verhältnisse ganz vollkommen klar gemacht werden können, so müßt ihr ganz aus der Materie ins rein Geistige hinübertreten, welches für jetzt noch nicht an der Zeit ist.

[FL 11.12] Nachdem wir somit im kurzmöglichsten Blicke die Unterschiede zwischen Licht und Licht, Leuchten und Leuchten dargestellet, und so viel möglich euch gründlich verständlich gezeiget haben, so haben wir auf diese Weise auch den schon besprochenen Vorbau zu unserem Siegesgebäude gemacht, und wollen uns sonach wieder zu unserem bereits schon ganz in Vergessenheit gerathenen Thierchen wenden.

[FL 11.13] Aber Ich sehe schon wieder eine neue Frage in euch, und diese lautet also: „Ja, was wird denn aber jetzt auf einmal unsere arme Fliege zwischen Sonnen und Erden, und zwischen all diesen jetzt aufgeführten Licht erzeugenden und Licht tragenden Geistern zu thun bekommen?“

[FL 11.14] Diese Frage solle bald beantwortet werden. — So ihr da saget „zwischen Licht erzeugenden und Licht tragenden Geistern, was solle da die Fliege?“

[FL 11.15] Die Fliege, sage Ich, solle hier ein Medium machen, und solle zum Licht sammelnden Geiste werden.

[FL 11.17] Könntet ihr je sagen: Wir begreifen nun dieses Wesen, und müßtet euch dabei selbst das Zeugnis geben, daß ihr nicht wisset, auf welchem Standpunkte es sich befindet: was wäre dabei euer Verstehen?

[FL 11.24] Nein, müsset ihr sagen, sie ist materiell zu einem Theile, und darum sie lebet — geistig zum andern Theile. Sie befindet sich, wie zahllose andere Wesen, zwischen den zwei Hauptpolaritäten, nämlich zwischen der positiv lebendigen Polarität der Sonne, und zwischen der negativen des der Sonne gegenüberstehenden Planeten.

[FL 11.30] Ihr müßtet blind sein oder haben ein phantastisches Auge, so ihr je von einer Fliege behaupten könntet, als hättet ihr sie gleich einem Johanniskäferchen selbstleuchtend herumfliegen gesehen. — Ja, die Fliege bewahret ganz musterhaft das Leben in sich; sie läßt es nicht mehr ausstrahlen, und ein dunkles Kleid hat sie angezogen, damit das Leben ja nur desto mehr sich vermehren könnte in ihr.

[FL 11.35] Gehen wir nur auf unsern Standpunkt zurück und beachten wir wohl alle Punkte, die wir bisher vernommen haben; ja vom ersten Entstehungsgrunde des Lichtes ausgehend, alles vom Lichte Kundgegebene wohl beachtend, müssen wir ja doch mit Händen und Füßen zugleich begreifen, daß unter allen denkbaren Aufgaben die Aufgabe am schwersten zu lösen ist, nehmlich:

[FL 11.37] Wir haben bei der Bildung des Planeten gehört, daß da die Fliege als erstes sichtbares Geschöpf einen solchen Planeten bewohnt. Wir sehen also die Fliege zuerst das zerstreute Leben in sich versammelt aufnehmen; jetzt nach dem Lichte sehen wir die Fliege wieder zwischen Sonne und Planeten als Lebenssammler;

[FL 11.39] Einerseits gar keiner, denn heute noch wie damals entspricht sie vollkommen ihrer Natur und Ordnung, aber andererseits wieder ein unendlicher; denn sie steht nun auf der untersten polarischen Spitze nicht nur der Sammlung des Lebens, sondern auch der Umkehr desselben zu stets größern und innigern Potenzen, und endlich bis zur allerhöchsten Potenz des Urlebens selbst.

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