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[ZS 2.16] Kümmert euch aber jedoch nicht Meiner Langmuth; denn die Armuth des Geistes wird schon bereichert werden. Aber wehe den Dienern der Bosheit! O ihr Lohn wird groß werden! —

[ZS 2.17] Ich sage, so erfinderisch auch der Satan ist, aber wahrlich Ich habe im Geheimen auch eine Erfindung gemacht, über die er sich bald von Ewigkeit zu Ewigkeit wird zu wundern haben. Ich habe lange geduldet, und wartete allenthalben auf Besserung; allein die Erde ist voll Eckelgeruchs geworden; darum habe Ich Meine Fackel schon angezündet, um sie in der Bälde zu verbrennen, damit ihr Eckelgeruch nicht sogar in Meine Himmel emporsteige, und die Wohnungen Meiner Getreuen verpeste.

[ZS 3.1] Nun da sehet her, das Land, das sich euren Blicken auf der weißen Tafel darstellt, ihr mögt es wohl erkennen, es ist Afrika. Sehet es nur recht wohl an, es ist keine Landkarte, sage Ich euch, sondern das wirkliche Land im treuen Bilde.

[ZS 3.2] Sehet hier die nördlichen Küsten, sehet hier im Norden das alte Egypten; sehet weiter hin gegen Westen all' die euch bekannten Raubstaaten, besehet allda die schroffen Gebirgsmassen und zwischen ihnen wieder unabsehbare Sandwüsten und Steppen. —

[ZS 3.3] Sehet, überall herrschet der Abgott Mohamed; überall Raub, Mord, Sclaverei, und andererseits Despotismus und Tyrannismus im höchsten Grade!

[ZS 3.5] Sehet, wie ihre Priester ihnen von ihren Thürmen Fluch und Trug, aber keinen Segen predigen, und sättigen die Armen mit ihrer elysäischen Luft; während diese ihnen für dieses Nichts noch Das, was ihnen der Herrscher gelassen, wenigstens zur Hälfte opfern müssen.

[ZS 3.6] Sehet, wie einige wenigen Christen hier eine ganz elend klägliche Figur machen, während wieder andere mächtigere Namen-Christen wohlbewaffnet in mächtigen Heeren herumziehen und die Elenden noch elender machen, als sie ohnedieß sind, und bringen ihnen, wie ihr sehet, statt Meinem Segen und Meiner Gnade, Krieg, Tod, Verheerung, Hungersnoth und noch andere zahllose Uebel. Wahrlich, so arg hat es Paulus nicht getrieben in seiner Christen-Verfolgung, als diese Christen es treiben mit den Elenden. Jedoch lassen wir diese Küste da oben, und sehen wir ein wenig nach Egypten.

[ZS 3.10] Damals beherrschten dasselbe Land Heiden zwar; aber sie waren doch wenigstens Menschen, und wußten wohl zu achten den Werth des Menschen, und ihre Lehre war eine, die, wie die mittelasiatische, aus den Zeiten Noah's herrührte, und war ihnen wohl bekannt das Wesen des großen Gottes; und waren aus dieser Kenntniß in mannichfacher Weisheit, welche sie freilich nur gewissen Menschen durch ihre Mysterien lehrten, und thaten dieses darum, damit der große Gott nicht durch irgend einen Unfähigen und Unwürdigen entheiliget werde; aus welchem Grunde ihr Land denn auch strotzte von den sogenannten Weltwundern aller Art, und ihre Weisheit und ihre Schule war bei allen Nationen als groß anerkannt.

[ZS 3.11] Noch heutigen Tages sehet ihr großartige Ueberreste der vormaligen Größe dieses Landes über den heißen Sand emporragen; aber nun sehet dieses Land jetzt an. Sehet dessen arme Völker, wie sie gleich andern Thieren gejagt werden; sehet da ziemlich südlich einige friedliche Hütten, eingeschlossen von beinahe unübersteigbaren Bergen.

[ZS 3.12] Doch daher blicket, und schauet kühne, bewaffnete Kletterer des Despoten kühn ersteigen die Bergspitzen, und sehet hin, wie sie sich hinabstürzen auf die friedlichen Hütten, all' die friedlichen Bewohner übel umbringen, und ihre ganze Habe fortschleppen, und setzen andere gefangene Menschen an ihre Stelle und legen ihnen bei der fürchterlichsten Todesstrafe die sauere Pflicht auf, wenigstens für 10 Jahre im Verlauf von 3 Jahren den Tribut für den Despoten zu erarbeiten.

[ZS 3.13] Sehet hierher, da ist eine andere solche Landschaft, da vor 3 Jahren Solches geschehen; sehet, wie diese Tribut-Erheber sich soeben jenen dahin gestellten Sclaven nähern und ihnen alle ihre erworbene Habe nehmen und fortschleppen, nachdem sie sie zuvor grausam gemißhandelt, und alle ihre Weiber und Mägde genothzüchtiget haben.

[ZS 3.14] Nun da sehet weiter herauf, sehet hier mehrere despotische Kriegsknechte mit Schlingen, Schwertern und Schießgewehren versehen; daher sehet, wie so eben die Schlingen über die flüchtigen Bewohner dieser Gebirgsgegend hin und her geworfen werden; sehet da ein wenig gegen Westen, wie Einige über Felsen kletternd die Flucht ergreifen, Väter, Mütter, Kinder. Jung und Alt klimmen mit blutenden Fingern, um zu entrinnen den Wütherichen; aber sehet auch zugleich, wie ihnen diese nachsetzen, und nun Eines um das Andere von den Felsen herabschießen; und nun sehet, wie sie da schon eine Menge Gefangener, Männer und Jünglinge, zusammenknebeln, um sie auf die elendeste und niederträchtigste Weise an den Ort ihrer militärischen Bestimmung zu bringen.

[ZS 3.16] Nun sehet, wie dieses Land aussieht; vergleichet diese Plagen mit den einstigen sieben, und wahrlich, ihr müßt es gestehen, daß sie ein reines Manna des Himmels waren; denn wollt ihr euch den höchsten Grad der höllischen Verworfenheit denken, so reiset nach Egypten, und ihr werdet ihn buchstäblich finden.

[ZS 3.17] Denn Ich sage, und kann euch nicht mehr sagen, so weit ist es allhier gekommen, daß sogar eine Wohlthat, die alldort ausgeübt wird von den Großen dieses schönen Reiches, eine allerbarste Grausamkeit ist.

[ZS 3.19] Ich will euch die Sache nicht näher auseinandersetzen, und es genüge, wenn ich sage, daß alldort eine Wohlthat eine barste Grausamkeit ist; denket euch selbst, unter welcher Gestalt dann erst die Grausamkeit selbst erscheint.

[ZS 3.20] Nun lassen wir diesen nördlichen Theil dieses elenden Landes, wie auch den von ganz Afrika, und dahier sehet die unbekannte Mitte dieses Landes! Sehet hier noch hie und da die Hütten zerstreut, sehet, dieses Land ist groß und ist ringsum eingeschlossen von den unübersteiglichsten Bergen; sehet, das ist der einzige Punkt der Erde, da sich noch eine unverdorbene, höchst gutmüthige Menschenklasse vorfindet.

[ZS 3.21] Sehet, diese Menschen sind alle noch im innern Schauen, und außer einem von Mir abgesandten Jünger, des Apostels Thomas, hat noch kein fremder Fuß dieses Land betreten, und so ist dieses freilich kleine Völkel, welches sparsam nur die heißen Gegenden bewohnt, in Meiner reinen Lehre, die bis auf diese Stunde noch nicht getrübt worden ist.

[ZS 3.23] Aber sehet da eben von diesem Lande aus gegen Osten und gegen Westen, wie zwei Hauptnationen voll Habsucht und Gier schon alle möglichen Leitern an die Gebirge anlegen, um in diesem Lande ihren unersättlichen Durst nach dem vermeintlichen Golde zu stillen.

[ZS 3.24] Ja, Ich sage euch, es wird ihnen auch bald gelingen, und sie sind nahe daran, da hinein zu dringen; aber wahrlich, sage Ich, sie werden kein Gold finden, darnach sie dürsten. Sie werden zwar ein Gold finden; aber dieses Gold wird mit seiner Schwere die ganze Erde übel erdrücken.

[ZS 3.25] Und nun begebet euch noch ein wenig hierher an die südwestliche Küste dieses Landes. Sehet da dem löblichen Menschenhandel ein wenig zu, sehet, wie allda despotische Wucherer ihre unter allen Namen verruchten Schiffe mit den armen unsterblichen Menschen vollauf bepacken; sehet ein wenig herein in dieses Schiff; sehet, wie es ringsum kaum spannhohe Bretergallerien hat, und wie da auf diese Gallerien gleich Holzscheiten diese Armen neben einander hin auf dem Bauche liegend geschichtet werden.

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