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[FL 5.13] Wenn aber solches nicht der Fall wäre, daß da solche unbeachtete Regulierer dieses natürlichen Lebensstoffes thätigst das möglichste Gleichgewicht aufrecht hielten, so wäre es mit dem natürlichen Leben auch im selben Augenblicke aus, sobald die positive Elektrizität die negative gänzlich besiegt hätte. [In kleiner Schrift: (Hitzschlag? Gefahr bei Fliegenabhaltung.)]

[FL 5.14] Der schlafende Mensch treibt diese lästigen Erwecker, so lange er nur immer kann, zwar fleißig weg, allein das thut nichts zur Sache, denn so lange er noch diese kleinen Belästiger von seinem Leibe abzuwehren vermag, so lange ist auch keine Gefahr für sein Leben vorhanden; hat ihn aber der Schlaf vollends gelähmt, da haben auch dann diese Belästiger ganz freien Spielraum und verhüten unfehlbar, daß dem Schlafenden etwas sein Leben Gefährdendes zustoßen könnte. Hat sich mit der Zeit und manchmal allein durch die thätige Mitwirkung dieser Belästiger die gegenseitige Polarität wieder mehr und mehr ausgeglichen, alsdann wird der Schläfer wieder wach, und treibt emsig diese gewisserart kleinen Naturlebens-Schutzgeister von seinem Leibe. Allein da mag er sie auch immerhin wegtreiben, denn so er wieder wach geworden ist, ist auch alle Gefahr so gut wie vollkommen vorüber. —

[FL 5.15] Nun, Meine lieben Kleinen, wie gefällt euch diese Nebenverrichtung dieses Thierchens? — Ihr müßet ja sagen, daß solches überaus weise und gütig von Mir eingerichtet ist, und Ich sage euch noch hinzu: Wenn ihr dereinst erst den vollkommenen Zweck eines solchen Thierchens im Geiste werdet überschauen können, dann werdet ihr euch erst wundern und sagen: „Wie groß und gut bist Du, o heiliger Vater, da Du schon in solche unbedeutend scheinende Geschöpfe solche unergründlich wohlweise Zwecke gelegt hast! — Wer kann Dich auch nur für eine Fliege genug loben und preisen! — Woher werden wir erst Worte, Gedanken und Empfindungen nehmen, um Deine Erhabenheit, endlose Liebe und Weisheit in einem Deiner vollkommeneren Geschöpfe zu beloben, zu empfinden und dankbarst anzuerkennen!“ —

[FL 5.16] Ja, Meine lieben Kindleins, in einer Sonne liegt freilich wohl noch Größeres, denn in einer Fliege. Wer aber Mich erkennen will, der muß zuerst in die kleine Schule gehen, und in dieser den lieben Vater zu erkennen anfangen. Ist er in dieser bestanden, so wird er sicher auch hernach in der größern bestehen, und wird sich freuen über die Maßen, da er daselbst erkennen wird, daß derselbe liebevollste heilige Vater, der selbst die kleine Fliege lenkt und leitet in ihrem Wirkungskreise, dort Sonnen führt durch ungemessene Bahnen, und den erhabensten, mächtigsten und vollkommenen Geistern vorschreibt Gesetze der ewigen Liebe.

[FL 6.1] Ihr werdet sicher schon bemerkt haben, daß die Fliegen sich vorzugsweise gerne an jene Orte setzen, wo es etwas zu naschen gibt, aus welchem Grunde sie auch bei einer Mahlzeit als ungebetene Gäste sehr gerne in großer Menge sich einfinden und daselbst mit großer Begierde über die Speisen und deren Überbleibsel sich hermachen. Ihr werdet auch bemerkt haben, daß sich diese Gäste bei einer Mahlzeit dann um so häufiger einfinden, wenn die Tage recht schwül werden, und die Zimmer, da gespeiset wird, nieder und moderduftend sind.

[FL 6.2] Aber jetzt entsteht denn schon wieder eine Frage und werden viele sagen: „Ja, sollten wir denn diese Schmarotzer auch da haben, wenn sie unsere Mahlzeit verunreinigen, und uns bei jedem Bissen, den wir in den Mund stecken, nicht selten bis zur Unausstehlichkeit lästig werden?“

[FL 6.4] denn sehet, alle Speisen, mit sehr geringer Ausnahme, haben vermöge ihres in sich enthaltenden Zuckerstoffes das Eigenthümliche, daß sie namentlich an einem so recht schwülen Tage aus der verdorbenen Luft allen Stickstoff an sich ziehen; — so da die Speise nur eine kurze Zeit irgend stehen bleibt, so wird diese arge Luft in ihr dadurch sogleich bemerkbar, daß für's erste die Speise leicht in eine Säure übergeht, oder über mancher wird sobald ein Schimmel bemerkt, oder manche ändert ihre Farbe, oder manche wird am Orte, da sie am wenigsten dicht ist, ein matt bläulichtes Aussehen bekommen. Sehet, das sind lauter Wirkungen der verdorbenen Luft; —

[FL 6.7] Jetzt kann sich dann ein Jeder denken, wenn in einem solchen Zimmer nicht häufig diese Elektrizitätträger sich einfinden würden, wie würde es da bald aussehen mit der leiblichen Gesundheit des Menschen? Aber das wäre noch das Wenigste, — denn so lange die verdorbene Luft sich noch in dem ganzen Raume des Zimmers aufhält, da hat sie auch noch immer so viel Spannkraft, daß sich wenigstens die Lunge bei der Einathmung derselben auszudehnen vermag. Wird aber diese Luft einmal aller ihrer Spannkraft ledig, so fällt sie dann als ein schmutzig-dunstiger Tau namentlich auf die ihr verwandten Teile, als da die Speisen es sind, nieder. Wenn sodann ein Bissen, den der Mensch genießen will, schon mehrfach betauet ist, so setzen sich dann auch gerne eine oder mehrere Fliegen dahin und lassen vom Überflusse ihrer positiven Elektrizität über den Gegenstand ausströmen, den sie bekriechen.

[FL 6.8] Was ist nun die Folge dieses Aktes? Ich sage: nichts mehr und nichts weniger, als daß dadurch diese niedergeschlagene Luft gewisserart sobald wieder belebt wird und flüchtig; sie entsteigt dann dem zu genießenden Bissen oder der noch in einer Schüssel befindlichen Speise, durch welchen Zersetzungsprozeß die Speise wieder unschädlich genießbar wird, wo im Gegentheile oder in Ermangelung dieser kleinen lästigen Chemiker, nicht selten an einem solchen schwülen Tage, besonders in einem vorerwähnten Zimmer, selten ein Mensch über die Mahlzeit hinaus leben dürfte.

[FL 6.9] Wie gefällt euch nun dieser Nebendienst? Ist das nicht wieder ein Wunder, welches heutzutage noch also wirksam ist, wie es war in den urältesten Zeiten, in welchen Menschen gelebt haben?

[FL 6.13] Solche Gedanken werden jedem Menschen sehr gut zu statten kommen, da sie für's Erste ihn im beständigen Zustande der Demut erhalten, andererseits aber auch klärlich zeigen werden, auf welchem Standpunkte sich sonach erst ein gerechter Mensch befindet, an dem doch sicher mehr gelegen sein wird, als an einer ganzen Trillion von Fliegen. —

[FL 6.18] So kann demnach auch ihr Unrat, wenn gerade auch nicht mehr schädlich giftig, aber doch rein negativ elektrisch sein. Wir wissen aber auch, daß die positive Elektrizität sich zumeist an die polierten Gegenstände drängt. Sehet, jetzt werden wir es bald heraus haben! Damit sich dann aber in einem an positiver Elektrizität armen Gemache die wenige Elektrizität, die da an den polirten Gegenständen sich aufhält, gehörig vertheilet, so bekleistern diese Chemiker sorgfältig solche polierte Gegenstände, wodurch dann diese an der Kraft stets mehr und mehr verlieren, die nöthige und der Zimmerluft unentbehrliche Elektrizität anzuziehen. Wenn ihr etwa dieses schwer glauben sollet, so stellet nur vergoldete Gegenstände in ein solches Zimmer, und ihr könnet versichert sein, daß sie von diesen Chemikern binnen kurzer Zeit also bekleistert werden, daß ihr gar wenig vom Golde mehr werdet durchblitzen sehen.

[FL 6.21] Ihr müsset darauf antworten, weil das Gold namentlich die positive Elektrizität außerordentlich stark an sich zieht. Aber, werdet ihr sagen, die Fliegen beschmutzen auch die Fensterscheiben, und das Glas ziehet bekannterweise die Elektrizität nicht an;

[FL 6.24] Da wir nun solches wissen, so können wir ja auch füglich unsere kleinen Chemiker dahin schmutzen lassen, damit diese Elektrizitätshalter stets rauher werden, und daher stets untauglicher, die Elektrizität an sich zu halten, und diese dadurch gezwungen wird, sich mit der andern Zimmerluft gerechter zu vermengen. —

[FL 6.25] Nun, was sagt ihr jetzt dazu, so ihr das Gesagte nur ein wenig aufmerksam durchgehet? — Sehet also, nicht einmal ein alter, unbedeutender Fliegenschmutz ist ohne Meine Weisheit und Vorsehung an die Stelle gelegt, da er sich befindet, da er doch nur ein purer Unrat eines solchen unbedeutenden Thierchens ist.

[FL 6.27] So Ich schon also sorge, daß das Allerunscheinbarste eine überaus nützliche Bestimmung in sich birgt, und einer unbedeutendsten Fliege alle ihre unscheinbarsten Verrichtungen also wohl nützend vorschreibe, um wie viel mehr werde Ich für den Menschen sorgen, der da nicht nur ein Geschöpf, sondern ein wahrhaftes Kind Meiner Liebe ist oder es zum wenigsten werden solle, d. h. daß er erkennen solle, daß Ich ihm ein Vater bin, und nicht nur ein Schöpfer, wie den Steinen und Erdklötzen.

[FL 6.29] Solches beachtet wohl! und es ist sicher der Mühe wert, Meine väterliche Sorge an den kleinen Dingen zu beachten, damit es dem Zweifler doch einmal klar werden möchte, daß Ich nicht ein alles fressender, unbegreiflicher Macht-Gott bin, sondern daß Ich nur einzig und allein ein wahrer Vater bin allen Meinen lieben Kindern, und bin kein verschwenderischer Vater, sondern ein überaus wirtschaftlicher, der Ich sogar den Unrat einer Fliege zum Besten Meiner Kinder zu verwenden weiß.

[FL 6.30] Ja, Ich sage euch, da gibt es noch zahllose und viel unbedeutendere Dinge, und doch lasse Ich das Allerunendlichgeringe nicht zu Grunde gehen; — da Ich demzufolge doch sicher nicht ein alles auffressender Gott, sondern ein selbst das Geringste erhaltender Vater bin, und wirtschafte also überaus getreu für Meine Kinder, — wie groß muß demnach die Blindheit der Menschen sein, die Mir Meine unablässige, allerkümmerlichste Vatersorge um Meine Kinder streitig machen will?!

[FL 6.31] O Meine lieben Kindleins! glaubet es Mir sicher, Ich bin Tag und Nacht sogar für das Wachsthum eines jeden Härchens auf euerem Leibe besorgt, was doch gar bald samt dem Leibe in die Verwesung übergehen wird; um wie viel mehr erst werde Ich dann sicher besorgt sein für euere unsterbliche Seele, und eueren ewigen Geist aus Mir!

[FL 6.32] Ja, ja, Meine Lieben! Beachtet nur diese kleine Fliege, sie singe euch wahrlich vom Siege, welchen ihr aber erst vollkommener in der nächstfolgenden positiv-polarischen Darstellung deutlicher und deutlicher erkennen werdet.

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